Die Freiwillige Feuerwehr Bad Mergentheim musste am späten Montagabend zu gleich drei Einsätzen ausrücken. Personen kamen nicht zu Schaden. Eine Rettungswagenbesatzung verhinderte zudem Schlimmeres in der Boxberger Straße.
Der schnellen Reaktion einer DRK-Rettungswagenbesatzung ist es zu verdanken, dass ein ausgebrochener Brand nicht noch größeren Schaden anrichtete. Die Besatzung bemerkte im Vorbeifahren gegen 20.40 Uhr ein offenes Feuer auf einem Balkon in der Boxberger Straße und griff umgehend ein. Nachdem die Notfallsanitäter den Notruf abgesetzt hatten, überstiegen sie einen Zaun um auf das Grundstück zu gelangen. Einem Sanitäter gelang es, das Feuer mit einem Feuerlöscher einzudämmen.
Die Flammen, welche vermutlich durch eine unsachgemäß ausgedrückte Zigarette ausgelöst wurden, hatten bereits begonnen, ein darunter stehendes Katzenhaus zu entzünden. Die 59-jährige Wohnungsbesitzerin bemerkte das Feuer laut Polizeibericht offensichtlich nicht. Der Schaden beschränkte sich dank des schnellen Handelns der beiden Männer auf einen leicht beschädigten Rollladen. Ohne das entschlossene Eingreifen der Rettungswagenbesatzung hätte der Brand sich möglicherweise erheblich ausweiten können.
Nach Auskunft von Stadtkommandant Christian Schulz rückte die alarmierte Feuerwehr mit drei Fahrzeugen und 14 Mann zum Einsatzort an und kümmerte sich um die Nachlöscharbeiten und Belüftungsmaßnahmen.
Nur knapp zehn Minuten später, also gegen 20.50 Uhr, erfolgte schon die nächste Alarmierung für die Feuerwehr durch die Integrierte Leitstelle. Zusätzliche Einsatzkräfte aus Wachbach und sicherheitshalber auch die Drehleiter aus Weikersheim wurden angefordert, um dem Brandalarm in der Rehaklinik „Haus Schwaben“ nachzugehen. Dort hatten jedoch nur Küchendämpfe die Rauchmelder ausgelöst, wie sich vor Ort herausstellte. Größere Maßnahmen mussten nicht ergriffen werden.
Gegen 23.23 Uhr wurde schließlich eine Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus in der Ochsengasse 30 gemeldet. Wieder rückte die Feuerwehr aus. Laut Stadtkommandant Christian Schulz gab es in dem Haus tatsächlich eine Rauchentwicklung und die Bewohner schafften es selbstständig ins Freie. Rauch aus einem Kaminofen, dessen Abluftrohr zugesetzt war, verteilte sich im Gebäude. Hier wurden Belüftungsmaßnahmen und CO₂-Messungen durchgeführt.
Gegenüber der Redaktion sprach der Stadtkommandant am Tag vor Silvester auch noch einen Appell an die Bevölkerung aus. Schulz bittet darum, zum Jahreswechsel umsichtig mit Feuerwerkskörpern umzugehen, um Verletzungen und Sachschäden sowie Brände zu vermeiden. Gerade in der historischen Altstadt mit ihrer engen Bebauung empfiehlt er, auf das Abfeuern und Abbrennen von Feuerwerkskörpern ganz zu verzichten.
© Sascha Bickel
